Reinhard

Mako Capri 3

Reinhards Mako

 
 

Dieser 1978 Mako wurde 1979 erstmals zugelassen. Äußerlich original wurden viele Dinge verbessert oder nach persönlichem Geschmack verändert.
Größter Unterschied ist wohl die Motor-Getriebe-Einheit. Jetzt arbeitet ein 302-Windsor aus dem Mustang unter der Haube und die Kraft wird von einem T5-Getriebe (5-Gang) übertragen. Dieser Motor ist wesentlich unanfälliger und nicht so hitzegefährdet wie der Boss.
Auf dem Motor sitzt ein Holley 650 cfm Vergaser. Die Nockenwelle ist durch eine 289er ersetzt worden. Die Abgase werden durch Fächerkrümmer abgeleitet.
Die Kardanwelle ist eine Sonderanfertigung. Die Hinterachse ist original aus dem Mustang 6-Zylinder mit einer Übersetzung von 3:1.
Geändert wurden auch die Bremsen vorn. Dort ist jetzt eine Suhe 4-Kolben-Bremse, der Bremskraftverstärker ist vom Granada.
Die Federbeine sind jetzt von Sachs und zwar höhenverstellbar mit Eibach-Federn (300-60-60).
Die Original-BBS-Felgen wurden durch Felgen in der Größe 8JX15 ET12 vorn und 9JX15 ET5 hinten ersetzt. Darauf sind 205-50 ZR15 bzw. 225-50 ZR15 Reifen montiert.
Serienmäßig beziehungsweise ab Werk eingebaut sind der 100-Liter Tank, der Mako-Frontspoiler, die Mako-Instrumente mit gelben Zahlen, das Mako-Lenkrad sowie der Ölkühler.

Jimi

Mako Capri 3

Jimis Mako

 
 

Diesen 1979er MAKO hat Jimi 1980 mit einem Kilometerstand von ca. 9,000 gekauft, da es damals schon keine neuen MAKOs mehr gab.
Das Auto hat ab Werk (bzw. Scheune, wie Jimi schreibt, der das Werk einmal besuchte) als Sonderausstattung elektrische Fensterheber und Antenne, eine Klimaanlage, einen 100 Liter Tank und statt der Blattfedern hinten Stoßdämpfer mit außenliegenden Schraubenfedern.
Dafür sind Differentialsperre, Servolenkung und Kurbeldach nicht verbaut.
Die Bremssättel sind bei diesem MAKO vom Granada und zwar offensichtlich verbreiterte vom Ier Modell.
Der Vergaser ist ein Holley mit 750 cfm, die Getriebeübersetzungen sind 2,32 – 1,69 – 1,29 – 1 : 1, die Hinterachse ist mit 2,79 :1 übersetzt.
Die Reifen haben die Größe 205/60 ZR 15 auf 7 J x 15H2 ET 10 Felgen.
Die Innenausstattung ist von einem Capri III Ghia.

Nachträglich hat Jimi den Motor auf bleifrei umgebaut und stabilere Pleuel genommen, die Zündung ist inzwischen kontaktlos, eine Zentralverriegelung ist eingebaut und der Hauptbremszylinder wurde durch einen von einem Fiat ersetzt, da nicht festzustellen war, welcher ursprünglich drin war.
Das MAKO-Logo ist irgendwann verlorengegangen.

Jimis MakoJimis MakoJimis Mako

London Sydney Marathon

Logo

2 Peranas bei der Rally

 

Der London Sydney Marathon ist die größte aller long-distance Rallies. Der Marathon wurde zum ersten Mal 1968 ausgetragen und auch im Jahr 2000 wurde teilweise wieder auf der ursprünglichen Strecke gefahren.
Gestartet wurde am 03. Juni 2000 in London/GB. Dann ging es in 34 Tagen durch 3 Kontinente und 15 Länder. Dabei mußten die 100 ausgesuchten Teilnehmer über 16,000 Kilometer zurücklegen. Die 100 Plätze im Teilnehmerfeld waren übrigens schon nach 6 Wochen ausgebucht, so beliebt ist die Rally.
Die Rally wurde in 3 großen Etappen gefahren:
Die europäische Etappe dauerte 14 Tage und ging durch folgende Länder: England, Frankreich, Deutschland, Tschechei, Slowakei, Österreich, Ungarn, Rumänien und Griechenland.
Dann ging es durch die Türkey. Von dort wurden die Fahrzeuge mit Antonov-Transportflugzeugen nach Thailand gebracht. Anschließend wurde noch durch Malaysia gefahren.
Die letzten 8 Tage gingen durch Australien, wo Fahrern und Autos nochmals alles abverlangt wurde. Es ging teilweise durch verschneite Berge und dann wieder durch die Wüste mit über 40 Grad C !

Gestartet sind auch 3 Ford Capri Perana V8 und die Rally wurde ein totaler Triumph, obwohl John Lamb (AUS) und Uri Scelwyn (AUS) mit der Startnummer 59 schon am 8. Tag aufgeben mußten, was allerdings nicht am Auto lag.
In der Teamwertung kam der „Old Block“ mit Stig Blomqvist(S)/ Ben Rainsford(AUS) auf Perana, Richard Martin-Hurst(GB)/ Tony Devantier(NZ) auf Perana und Stewart Lamb/ Cameron Wearing auf Ford Falcon zu einem 3. Platz.
In der Klasse D belegten Richard Martin-Hurst/ Tony Devantier (Startnummer 16) den 3. Platz und Stig Blomqvist/ Ben Rainsford (Nummer 3) konnten die Klasse gewinnen!
Und schließlich:

Gesamtsieger des London Sydney Marathon 2000 wurden:
Stig Blomqvist und Ben Rainsford auf Ford Capri Perana V8 !!!
Glückwunsch!
MotorPauseErsatzradIn vollerFahrt!

Jörgs GT40

CCV Ford GT40

Jörgs GT40

Falls sich wer fragt, warum sich dieser CCV Ford GT40 auf dieser Seite befindet.

Das Herz ist ein originaler Basil-Green-Motor. Nummer 0776.

Meiner Meinung nach müßte der Motor aufgrund der hohen Nummer aus einem Granada sein. Da die Replika noch nicht alt zu sein scheint, ist wohl ausgeschlossen, daß der Motor neu eingebaut wurde.

 

Das Fahrzeug wurde bei CCV (Cape Copra Vihicles) in Südafrika gebaut, das genaue Baujahr ist nicht bekannt.
Einer der Inhaber von CCV berichtet, daß insgesamt zwei Replika des GT40 mit Motoren von Basil Green Motors gebaut wurden. Also ein ganz besonderes Stück.

Es handelt sich hier nicht um einen „Plüschrennwagen“ mit Leder, Klimaanlage, Linkslenker und Teppichboden, sondern um eine relativ nahe am Original gehaltene Replik.
Das Auto ist rechts gelenkt und wird auch – wie das Original – rechts geschaltet.

Jörg hat das Auto neu hergerichtet und so steht es jetzt in einem sehr schönen Zustand da.

BG MotorMotorhaube offenAuspuffBG MotorGT40BG Motor

Jaco & Thys

Capri Perana V8

Jaco & Thys' Perana

 
 

Das ist Jaco und Thys‘ wundervoll funkelnder Perana!
Die Farbe ist Candy-Apple-Rot mit Millionen großer Glitter. Unglücklicherweise scheinen die Glitter auf den Digital-Photos nicht wie in der südafrikanischen Sonne. Schade!
Es wurden einige leichte Karosserie-Änderungen gemacht. Man beachte den Spoiler und die Kotflügel-Verbreitungen.
Die Rückleuchten wurden ersetzt durch die vom Datsun SSS.
Die BG Nummer ist in den unteren 300ern und das Herstellungs-Datum ist 7/72.

Jaco und Thys' PeranaJaco und Thys' PeranaJaco und Thys' Perana

Bernd

Capri Perana V8

Bernds Perana

 
 

Dieser Capri wurde im November 1972 von der Basil Green Motor Company vom XL 3000 zum Perana umgebaut, im wesentlichen Windsor 302 V8, Lenkung modifiziert, Antrieb und Differenzial getauscht, Sportstoßdämpfer mit 4 cm Tieferlegung und ein paar weitere Kleinigkeiten.
Über Grosvenor, East London in Südafrika wurde er dann ausgeliefert und fuhr wohl die nächsten 30 Jahre in der Nähe von Johannesburg.

Ein Sammler aus Koblenz hat ihn 2005 dort entdeckt und nach Deutschland importiert, Zustand 3-4 aber komplett rostfrei.
Er wurde dann in der Nähe von Kastellaun, Hunsrück, in einem Bunker abgestellt und sollte für den historischen Rennsport umgebaut werden. Schaltgetriebe und Pedalerie waren schon angeschafft.
Dazu kam es nicht, 2014 hat Bernd ihn dort gekauft und von einem Fordmeister restaurieren lassen.
Die Ersatzteile kamen zum Teil aus England und Australien, von motomobil, Tilo Rögelein, WST, dem Capriclub Koblenz etc., Motor und Getriebekleinteile von Mustanghändlern wie RSB .
Kleinere Unfallschäden wurden beseitigt, Spaltmaße optimiert und er wurde in einer Lackierwerkstatt in Ochtendung wieder im Originalfarbton lackiert. Auf die schwarzen Streifen und den schwarzen Heckdeckel hat Bernd (bis jetzt) verzichtet.
Im September 2014 hat Bernd ihn mit H-Kennzeichen zugelassen und das Auto wird monatlich gefahren.

Bernds PeranaBernds Perana

P

Auf Basis des Granada 2 hat Gerd Knözinger einen wahren Über-Granada gebaut.
Den MAKO P bzw. PE.
P steht dabei für Porsche und E für Estate – also den Kombi.

Mako P

 
Das Rezept war einfach: man nehme eine der größten Karosserien aus deutscher Produktion und verbaue einfach das beste, das die deutschen Autohersteller und Zulieferer bieten.

Karosse: Ford Granada (Viertürer oder Turnier)
Motor: Getunter Porsche V8 mit 5 Litern
Getriebe: 5-Gang-ZF oder Daimler-Benz-Automatik
Bremsen: Hydraulische 4-Kolben-Bremsen aus dem Porsche 917 CanAm Turbo
Differential: ZF – auf Wunsch mit 40% oder 75%-Sperre
Reifen: Michelin 220/55 VR 390 (14″) TRX TL
Lenkung: Hydraulische Servolenkung
Sitze: Recaro elektrisch beheiz- und verstellbar – auf Wunsch mit 2 Einzelsitzen hinten und Connolly-Leder

Gebaut wurden vom Mako P ca. 50 Fahrzeuge.

Bilder aus dem offiziellen Prospekt:

Und noch die genaue Beschreibung im Prospekt:

Bericht (Zeitschrift und Datum unbekannt)

Bericht (Zeitschrift und Datum unbekannt)

 

Veröffentlicht in Mako

Escort

Ford Südafrika importierte ab 1968 den Escort RS 1600 als PS-starken Kleinwagen und wohl auch für Rennen.
Allerdings waren die Cosworth-BDA-Motoren zu kompliziert für den südafrikanischen Markt und so baute Basil Green Motors diese aus und ersetzte sie durch den 2-Liter-Pinto mit 100 PS.

Der RS-Motor in der Werbung

Auch das RS 1600-Badge wurde 1:1 durch das Perana-Logo ersetzt.
So wurden ca. 100 Escort RS 1600 zu Peranas umgebaut.
Lustigerweise verkaufte Basil Green die ausgebauten RS-Motoren dann „limitiert“ für 695 Rand als ideal unter anderem für den Escort.

Durch diese Umbauten wurden die RS 1600 in Südafrika so selten, daß jetzt verstärkt wieder Peranas rückgebaut werden.

Escort PeranaEscort PeranaEscort PeranaEscort PeranaEscort PeranaEscort PeranaClives getunter Escort Perana

Rennversion

Bereits 1969 begann Basil Green mit der Vorbereitung eines Tourenwagens der Gruppe 5 nach FISA- (heute FIA-) Reglement für die Saison 1970 der South African Saloon Car Championship.
Immer getreu dem Motto: Win on Sunday, sell on Monday.
Der 302 cui V8-Windsor wurde dabei von Gurnsey Weslake veredelt und bekam 4 48er-Doppel-Weber-Vergaser, was zu über 400 PS führte.

Sponsor und Namensgeber war die Gunston Cigarette Company, die auch schon Formel 1 Autos, aber auch z.B. Cortinas in ihrem Team Gunston von John Love unterstützte. Die Lackierung war in den Farben der Marke Orange und Braun.
So entstand der Gunston Perana Z 181.
 
 

Bob Olthoff im originalen Gunston Perana
Bob Olthoff im Z 181

 
 
Gleich im ersten Rennen im Januar 1970 holte sich Z 181 die Pole Position und gewann im Laufe des Jahres 13 von 14 Rennen der Meisterschaft. Dabei stellte er auf allen Strecken Südafrikas einen neuen Rundenrekord auf und war z.B. auf dem Kyalami Circuit dabei nur 8 Sekunden langsamer als ein damaliger Formel 1 Wagen.

Heute ist das Auto im Besitz des Powerboat-Champions Peter Lindenberg.

 
 
Aufgrund dieser Dominanz wurde der Perana als „Spezial-Tourenwagen“ eingeordnet und mußte in der Gruppe 2 starten.
Von dieser Version wurden insgesamt 6 Autos gebaut, wovon der Gunston Perana A2 der bekannteste ist.
 
 

Gunston Perana A2
Gunston Perana A2

 
 
Eines dieser Autos zerstörte Basil Green höchstpersönlich bei einer Testfahrt auf dem Kyalami Circuit, als er bei Tempo 240 einen Unfall hatte.
Der Überlegenheit der Capris tat dies keinen Abbruch, ein Perana wurde 1971 Meister und der A2 mit Bob Olthoff dann 1972.

Die Peranas fuhren noch mehrere Jahre bei Rennen mit, wenn auch weniger erfolgreich.
Auf dem Photo unten sieht man, wie Bob Olthoff im Gunston A2 Basil van Rooyen im DOD Perana jagt (ca. 1975).
 
 

Der A2 jagt den DOD Perana
Der A2 jagt den DOD Perana

 
 
Der A2 ist heute im Besitz eines Sammlers in der Nähe von Kapstadt.
Der Verbleib der restlichen 4 Renn-Peranas ist noch ungeklärt, aber ich habe Bilder gefunden, die nahelegen, daß noch mindestens ein weiterer noch lebt.

Hier noch ein paar Bilder, die Barry Scott bei historischen Rennen zwischen 2006 und 2009 auf dem Kyalami Circuit aufgenommen hat.
Das Auto mit der Nummer B 51 könnte ein Gruppe-2-Perana sein, der Z 181 hat seine „angestammte“ Nummer durchgestrichen, weil er bei diesen Rennen die Nummer B 52 bekam.

Z 181Z 181 vor B 51Z 181 vor B 51Z 181Z 181Z 181B 51 vor Z 181B 51 vor Z 181

 
 

Peter

Gunston Perana Z 181

Peter Lindenberg
Peter Lindenberg

 
 
Peter ist ein professioneller Boot- und Auto-Rennfahrer. Seine Erfolge sind bemerkenswert.
Nur ein paar: 5x SA Barefoot Champion, Springbok Wasserski Rennfahrer, 15x (in 21 Jahren) SA Formel 1 Powerboat Champion, 1989 3ter in der Powerboat World Series.
Inzwischen konzentriert er sich auf Autorennen und Oldtimer-Rallies. Er gewann die Wesbank Class in einem Opel V8 1994, wurde Dritter in der V8 SASCAR (South African Stock Car Auto Racing) Series 2000 und Zweiter 2001.

Peters Gunston

Dieser Perana wurde 1969 von Basil Green speziell gebaut, um 1970 die SA Saloon Car Championship mitzufahren. Das Auto wurde nach Internationalen FIA Gruppe 5 Spezifikationen gebaut.
Das Auto wurde von Bobby Olthoff gefahren.
Es debütierte im Januar 1970 und kam auf die Pole Position mit der schnellsten jemals in Kyalami gefahrenen Personenwagen-Zeit. Es konnte das Rennen mit nahezu einer dreiviertel Runde Vorsprung gewinnen und erreichte eine Rundenzeit von 1min 36sec, was nur 8 Sekunden langsamer war als der Formel 1 Rekord.
In der 1970er Saison gewann das Auto alle bis auf ein Rennen der Nationalen Meisterschaft und brach den Rundenrekord auf jeder Strecke in Südafrika.
Ende 1970 hat die AA (die Kontroll-Organisation in Südafrika) das Auto verboten und neue Regeln für 1971 erschaffen. Diese Regeln bestanden auf einem Serien-Rennauto.
Danach wurde Z 181 in Basils Werkstatt für einige Jahre eingelagert und letztlich an einen Rundstreckenfahrer im damaligen Südwestafrika verkauft.
Peter spürte das Auto 1987 auf und begann, es von Grund auf aufzubauen. Es ist jetzt genau so wie es Rennen fuhr und wurde von Basil persönlich überprüft.
Der Motor ist ein Gurnsey Weslake 302 cui V8 auf Basis des Windsor-Motors, der von 4 Stück 48er down draft Doppel-Webern gefüttert wird, und ungefähr 400 PS hat.
Das Getriebe ist eine Standard-4-Gang-Ford-Top-Loader-Schaltung. Das Differential original.
Die Bremsen sind Ford-V6-Capri-Scheiben vorn und 1600er Capri hinten. Das Auto fährt also wirklich sehr schnell, während die Bremsen da nicht mitkommen.
Peter fährt das Auto jedes Jahr bei einer Reihe von historischen Veranstaltungen.

Peters Gunston (cc-by-sa Pierre Martins www.pts106.com)Peters Gunston (cc-by-sa Pierre Martins www.pts106.com)

Photos: cc-by-sa Pierre Martins (www.pts106.com)