Bernd

Capri Perana V8

Bernds Perana

 
 

Dieser Capri wurde im November 1972 von der Basil Green Motor Company vom XL 3000 zum Perana umgebaut, im wesentlichen Windsor 302 V8, Lenkung modifiziert, Antrieb und Differenzial getauscht, Sportstoßdämpfer mit 4 cm Tieferlegung und ein paar weitere Kleinigkeiten.
Über Grosvenor, East London in Südafrika wurde er dann ausgeliefert und fuhr wohl die nächsten 30 Jahre in der Nähe von Johannesburg.

Ein Sammler aus Koblenz hat ihn 2005 dort entdeckt und nach Deutschland importiert, Zustand 3-4 aber komplett rostfrei.
Er wurde dann in der Nähe von Kastellaun, Hunsrück, in einem Bunker abgestellt und sollte für den historischen Rennsport umgebaut werden. Schaltgetriebe und Pedalerie waren schon angeschafft.
Dazu kam es nicht, 2014 hat Bernd ihn dort gekauft und von einem Fordmeister restaurieren lassen.
Die Ersatzteile kamen zum Teil aus England und Australien, von motomobil, Tilo Rögelein, WST, dem Capriclub Koblenz etc., Motor und Getriebekleinteile von Mustanghändlern wie RSB .
Kleinere Unfallschäden wurden beseitigt, Spaltmaße optimiert und er wurde in einer Lackierwerkstatt in Ochtendung wieder im Originalfarbton lackiert. Auf die schwarzen Streifen und den schwarzen Heckdeckel hat Bernd (bis jetzt) verzichtet.
Im September 2014 hat Bernd ihn mit H-Kennzeichen zugelassen und das Auto wird monatlich gefahren.

Bernds PeranaBernds Perana

P

Auf Basis des Granada 2 hat Gerd Knözinger einen wahren Über-Granada gebaut.
Den MAKO P bzw. PE.
P steht dabei für Porsche und E für Estate – also den Kombi.

Mako P

 
Das Rezept war einfach: man nehme eine der größten Karosserien aus deutscher Produktion und verbaue einfach das beste, das die deutschen Autohersteller und Zulieferer bieten.

Karosse: Ford Granada (Viertürer oder Turnier)
Motor: Getunter Porsche V8 mit 5 Litern
Getriebe: 5-Gang-ZF oder Daimler-Benz-Automatik
Bremsen: Hydraulische 4-Kolben-Bremsen aus dem Porsche 917 CanAm Turbo
Differential: ZF – auf Wunsch mit 40% oder 75%-Sperre
Reifen: Michelin 220/55 VR 390 (14″) TRX TL
Lenkung: Hydraulische Servolenkung
Sitze: Recaro elektrisch beheiz- und verstellbar – auf Wunsch mit 2 Einzelsitzen hinten und Connolly-Leder

Gebaut wurden vom Mako P ca. 50 Fahrzeuge.

Bilder aus dem offiziellen Prospekt:

Und noch die genaue Beschreibung im Prospekt:

Bericht (Zeitschrift und Datum unbekannt)

Bericht (Zeitschrift und Datum unbekannt)

 

Veröffentlicht in Mako

Escort

Ford Südafrika importierte ab 1968 den Escort RS 1600 als PS-starken Kleinwagen und wohl auch für Rennen.
Allerdings waren die Cosworth-BDA-Motoren zu kompliziert für den südafrikanischen Markt und so baute Basil Green Motors diese aus und ersetzte sie durch den 2-Liter-Pinto mit 100 PS.

Der RS-Motor in der Werbung

Auch das RS 1600-Badge wurde 1:1 durch das Perana-Logo ersetzt.
So wurden ca. 100 Escort RS 1600 zu Peranas umgebaut.
Lustigerweise verkaufte Basil Green die ausgebauten RS-Motoren dann „limitiert“ für 695 Rand als ideal unter anderem für den Escort.

Durch diese Umbauten wurden die RS 1600 in Südafrika so selten, daß jetzt verstärkt wieder Peranas rückgebaut werden.

Escort PeranaEscort PeranaEscort PeranaEscort PeranaEscort PeranaEscort PeranaClives getunter Escort Perana

Rennversion

Bereits 1969 begann Basil Green mit der Vorbereitung eines Tourenwagens der Gruppe 5 nach FISA- (heute FIA-) Reglement für die Saison 1970 der South African Saloon Car Championship.
Immer getreu dem Motto: Win on Sunday, sell on Monday.
Der 302 cui V8-Windsor wurde dabei von Gurnsey Weslake veredelt und bekam 4 48er-Doppel-Weber-Vergaser, was zu über 400 PS führte.

Sponsor und Namensgeber war die Gunston Cigarette Company, die auch schon Formel 1 Autos, aber auch z.B. Cortinas in ihrem Team Gunston von John Love unterstützte. Die Lackierung war in den Farben der Marke Orange und Braun.
So entstand der Gunston Perana Z 181.
 
 

Bob Olthoff im originalen Gunston Perana
Bob Olthoff im Z 181

 
 
Gleich im ersten Rennen im Januar 1970 holte sich Z 181 die Pole Position und gewann im Laufe des Jahres 13 von 14 Rennen der Meisterschaft. Dabei stellte er auf allen Strecken Südafrikas einen neuen Rundenrekord auf und war z.B. auf dem Kyalami Circuit dabei nur 8 Sekunden langsamer als ein damaliger Formel 1 Wagen.

Heute ist das Auto im Besitz des Powerboat-Champions Peter Lindenberg.

 
 
Aufgrund dieser Dominanz wurde der Perana als „Spezial-Tourenwagen“ eingeordnet und mußte in der Gruppe 2 starten.
Von dieser Version wurden insgesamt 6 Autos gebaut, wovon der Gunston Perana A2 der bekannteste ist.
 
 

Gunston Perana A2
Gunston Perana A2

 
 
Eines dieser Autos zerstörte Basil Green höchstpersönlich bei einer Testfahrt auf dem Kyalami Circuit, als er bei Tempo 240 einen Unfall hatte.
Der Überlegenheit der Capris tat dies keinen Abbruch, ein Perana wurde 1971 Meister und der A2 mit Bob Olthoff dann 1972.

Die Peranas fuhren noch mehrere Jahre bei Rennen mit, wenn auch weniger erfolgreich.
Auf dem Photo unten sieht man, wie Bob Olthoff im Gunston A2 Basil van Rooyen im DOD Perana jagt (ca. 1975).
 
 

Der A2 jagt den DOD Perana
Der A2 jagt den DOD Perana

 
 
Der A2 ist heute im Besitz eines Sammlers in der Nähe von Kapstadt.
Der Verbleib der restlichen 4 Renn-Peranas ist noch ungeklärt, aber ich habe Bilder gefunden, die nahelegen, daß noch mindestens ein weiterer noch lebt.

Hier noch ein paar Bilder, die Barry Scott bei historischen Rennen zwischen 2006 und 2009 auf dem Kyalami Circuit aufgenommen hat.
Das Auto mit der Nummer B 51 könnte ein Gruppe-2-Perana sein, der Z 181 hat seine „angestammte“ Nummer durchgestrichen, weil er bei diesen Rennen die Nummer B 52 bekam.

Z 181Z 181 vor B 51Z 181 vor B 51Z 181Z 181Z 181B 51 vor Z 181B 51 vor Z 181

 
 

Peter

Gunston Perana Z 181

Peter Lindenberg
Peter Lindenberg

 
 
Peter ist ein professioneller Boot- und Auto-Rennfahrer. Seine Erfolge sind bemerkenswert.
Nur ein paar: 5x SA Barefoot Champion, Springbok Wasserski Rennfahrer, 15x (in 21 Jahren) SA Formel 1 Powerboat Champion, 1989 3ter in der Powerboat World Series.
Inzwischen konzentriert er sich auf Autorennen und Oldtimer-Rallies. Er gewann die Wesbank Class in einem Opel V8 1994, wurde Dritter in der V8 SASCAR (South African Stock Car Auto Racing) Series 2000 und Zweiter 2001.

Peters Gunston

Dieser Perana wurde 1969 von Basil Green speziell gebaut, um 1970 die SA Saloon Car Championship mitzufahren. Das Auto wurde nach Internationalen FIA Gruppe 5 Spezifikationen gebaut.
Das Auto wurde von Bobby Olthoff gefahren.
Es debütierte im Januar 1970 und kam auf die Pole Position mit der schnellsten jemals in Kyalami gefahrenen Personenwagen-Zeit. Es konnte das Rennen mit nahezu einer dreiviertel Runde Vorsprung gewinnen und erreichte eine Rundenzeit von 1min 36sec, was nur 8 Sekunden langsamer war als der Formel 1 Rekord.
In der 1970er Saison gewann das Auto alle bis auf ein Rennen der Nationalen Meisterschaft und brach den Rundenrekord auf jeder Strecke in Südafrika.
Ende 1970 hat die AA (die Kontroll-Organisation in Südafrika) das Auto verboten und neue Regeln für 1971 erschaffen. Diese Regeln bestanden auf einem Serien-Rennauto.
Danach wurde Z 181 in Basils Werkstatt für einige Jahre eingelagert und letztlich an einen Rundstreckenfahrer im damaligen Südwestafrika verkauft.
Peter spürte das Auto 1987 auf und begann, es von Grund auf aufzubauen. Es ist jetzt genau so wie es Rennen fuhr und wurde von Basil persönlich überprüft.
Der Motor ist ein Gurnsey Weslake 302 cui V8 auf Basis des Windsor-Motors, der von 4 Stück 48er down draft Doppel-Webern gefüttert wird, und ungefähr 400 PS hat.
Das Getriebe ist eine Standard-4-Gang-Ford-Top-Loader-Schaltung. Das Differential original.
Die Bremsen sind Ford-V6-Capri-Scheiben vorn und 1600er Capri hinten. Das Auto fährt also wirklich sehr schnell, während die Bremsen da nicht mitkommen.
Peter fährt das Auto jedes Jahr bei einer Reihe von historischen Veranstaltungen.

Peters Gunston (cc-by-sa Pierre Martins www.pts106.com)Peters Gunston (cc-by-sa Pierre Martins www.pts106.com)

Photos: cc-by-sa Pierre Martins (www.pts106.com)

Uwe

3.6 Liter Rover V8

Uwe

Ich kopiere hier am besten, was mir Uwe zu seinem Capri geschrieben hat:

Der Motor ist ein komplett neu aufgebauter 3,5l Rover V8 mit der Bosch / Lucas L- Jetronic in modifizierter Form. Letztes Jahr auf dem Rollenprüfstand hatte er 208 PS bei 5457 U/min und 317Nm bei 3970 U/min. Nicht schlecht, oder? Trotzdem der Weg ist das Ziel.

Also beim Surfen im Internet auf eine Homepage gestoßen mit dem Motor und Schraubenkompressor. Wow!! Muß ich auch haben, aber das ganze in den Capri reinkriegen?

Also, nach langer Suche im Internet endlich in Schweden fündig geworden. Ein Lysholm Kompressor und Bypassventil gekauft und los gings mit der Arbeit. Sämtliche zusätzliche Bauteile sind selbst- bzw. von Fachwerkstätten angefertigt worden nach meinen Vorgaben.

Egal, ob Riemenscheiben für Kurbelwelle und Wasserpumpe, Ladeluftkühler mit Rohrleitungen, Kühlschläuche mit Ausgleichsbehälter oder Drosselklappengehäuse alles Do It Yourself. Es ist ein programmierbarer EFI Controller eingebaut, den ich selbst zusammengebaut habe. Mit MAP Sensor bis 1,3 bar Überdruck max.

Als Zündmodul habe ich die MSD 6AL mit integriertem Drehzahlbegrenzer gewählt.

Zusätzlich habe ich den originalen Tempomat vom Rover SD1 (Hella) eingebaut und den Klimaanlageneinbau vorbereitet. Es fehlt dafür nur noch der Platz für den Verdampfer.

Zur genauen Einstellung des EFI Controllers habe ich zusätzlich eine Breitband Lambdasonde(L1H1) mit dazugehörigem Steuergerät und 7-Segmentanzeige eingebaut. Macht das Abstimmen des Motors einfacher. Hoffe ich zumindest. Das Teil misst das tatsächliche Benzin-Luftgemisch.

Der Motor ist aufgebohrt auf 3,6l und hat Haupt- und Zylinderkopfstehbolzen spendiert bekommen. Die Zylinderköpfe sind poliert, Ventilführungen erneuert, Ventilfedern, Kipphebel und Kipphebelwellen neu. Es ist eine sehr ruhig laufende Piper RP4 Nockenwelle eingebaut, eine für den Rover V8 sehr gute Welle.

Weiterhin sind dickere Zylinderkopfdichtungen eingebaut zur Absenkung der statischen Verdichtung.

Eine verstärkte Kupplung und 5-Gang Getriebe sind ebenfalls montiert.

Wenn die Theorie stimmt sollte die Leistung zwischen 280 und 350 PS liegen!
Das zu erwartende Drehmoment kann sicherlich ein Problem werden, naja ich werde sehen.

Ich hoffe durch die Ladeluftkühlung einen maximalen Boost von nicht mehr als 0,5-0,6bar zu benötigen.
Als Ergebnis sollte der Capri voll alltagstauglich sein. Mit ruhig laufendem Motor im Stand!!

Der Capri ist vorne mit 10-fach einstellbaren Spaxstoßdämpfern ausgestattet und rundrum mit Kunststoffahrwerksbuchsen bestückt. Weiterhin hat er noch Schubstreben von Suhe montiert. Es ist auf der Vorderachse eine Wilwood Racing Bremsanlage mit 310mm Bremsscheiben und 4-Kolben Alusätteln montiert.

Uwes V8Uwes V8Uwes V8Uwes V8Uwes V8

Aaron

Windsor V8 302 cui fuel-injection

Aarons V8

 
 
Der Kalifornier Aaron hat diesen Mercury Capri bei ebay ersteigert.
Das Auto hat einen Windsor V8 mit Einspritzung. Das Getriebe ist eine Ford C4 Automatik.

Aarons V8Aarons V8Aarons V8Aarons V8Aarons V8

Wolfgang

3.5 Liter Rover V8

Wolfgangs V8

 
 
Wolfgangs Capri hat einen 3.5 Liter Rover V8. Ursprünglich war es ein 3.0 Liter Essex Baujahr 01/78. Zu erwähnen ist noch, daß es ein Rechtslenker ist.
Der Motor ist aus Alu und wiegt nur 150kg. Die Leistung müßte ungefähr bei 200 PS liegen, das Drehmoment liegt bei gut 300 Nm @ 2500 Umin.
Eine Edelbrock-Ansaugbrücke wurde angepaßt. Darauf sitzt ein 500er Edelbrock-4-fach-Vergaser.
Das Getriebe ist eine Borg-Warner 3-Gang-Automatik, danach kommt eine Kardanwelle Marke Eigenbau.
Der Kühler stammt aus einem Transit Diesel und wird von 2 Elektro-Lüftern unterstützt.
Das Fahrwerk ist von Bilstein mit größerem und kürzerem Stabi vorn und einem größeren Stabi hinten. Vorne wurden Schubstreben verbaut, hinten die Blattfedern verstärkt. Die Radnaben, die innenbelüfteten Scheibenbremsen vorn und die Trommelbremsen hinten kommen aus einem Granada 2.8i Turnier. Klar, daß dafür einige Änderungen notwendig waren.
Von Mercedes kommen die Borbet-Felgen, 8J vorn und 10J hinten. Die Reifen dazu haben die Größe 235/45 bzw. 315/35.
Die DE Scheinwerfer sind dafür von BMW.
Geschätzte Höchstgeschwindigkeit ist 220km/h, das Gewicht liegt bei ca. 1200kg und der Verbrauch bei „normaler“ Fahrweise beträgt ungefähr 15 Liter Superplus.

Wolfgangs V8Wolfgangs V8Wolfgangs V8