Capri V8

1975 bis 1978 hat MAKO-Automobile Capris auf V8-Motoren umgebaut.

Zum Einsatz kam der 302 cui Boss-Motor vom Ford Mustang – ein Rennmotor, der notdürftig für den Straßenverkehr gezähmt wurde.
Ansonsten wurden verschiedene Teile je nach Kundenwunsch oder Verfügbarkeit verbaut.
Den MAKO Capri gab es mit ZF-5-Gang und Mustang-4-Gang-Getriebe, wobei offenbar auch verschiedene Übersetzungen erhältlich waren.
Als Vergaser kamen Solex 4A1 mit geänderter Ansaugbrücke und Holley mit 600, 700 und 780cfm zum Einsatz.
Die Hinterachse konnte man gegen Aufpreis mit Hinterachsanlenkung mit Längslenkern, Panhardstab und Schraubenfedern bekommen. Die Übersetzung war 2,79:1 oder 3,00:1.
Die Kupplungshydraulik kam von Mercedes, der Bremskraftverstärker von BMW, die Bremsen selbst vorne von Peugeot oder Granada. Felgen gab es in verschiedenen Ausführungen und Größen, wobei auch schon mal 4-Loch-Felgen auf 5 Löcher umgebohrt wurden.

Unklar ist die Anzahl der gebauten MAKO Capri. Offiziell heißt es, daß 33 auf Basis des Capri II und 17 auf Basis des Capri 78 (III) umgerüstet wurden. Allerdings sprach Gerd Knözinger auch mal von insgesamt 33 und mal von 36 Stück.

Technische Daten:

Motor: V8 90 Grad Boss 302
Hubraum 4949ccm
Leistung: 250 DIN-PS bei 5800 U/min
Drehmoment: 360 Nm bei 4300 U/min
Getriebeübersetzung: Mustang 2,32 – 1,69 – 1,29 – 1 : 1
im Prospekt angegeben 2,78 – 1,93 – 1,36 – 1 : 1
Beschleunigung 0-100 km/h: 6,9 sek
Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h

Text des Original-Prospekts:

MAKO – das ist der Name einer Gattung von Riesenhaien. Pfeilschnell. Mit urgewaltiger Kraft. Der MAKO V8 hat nicht nur den Namen übernommen. Sondern auch die Eigenschaften: Schnelligkeit, überlegene Stärke und die Eleganz.
Der Mann, der den Super-Capri entwickelte heißt Gerd Knözinger (37), ehemaliger Ingenieur der Ford-Rennabteilung, Fahrwerks-Spezialist. Aus jenem Team, das für Ford 130 Rennsiege, zwei Europameisterschaften und zwei Deutsche Meisterschaften errang.
Die Idee, die im MAKO V8 steckt: Ein Hochleistungsautomobil zu schaffen, das mit seinen Fahrleistungen zum exclusiven Club der Traumwagen zählt. Aber ohne die Anfälligkeit und hohen Wartungskosten komplizierter Technik. Und zu einem Preis, der nicht nur für Millionäre ist.
Das starke Herz des MAKO V8 ist ein großvolumiger amerikanischer Ford-Achtzylinder. 290 SAE-PS aus 4949 ccm. Die Robustheit und hohe Lebensdauer dieser US-Triebwerke ist sprichwörtlich. Kraft, die aus dem Hubraum kommt, und nicht von kriminellen Drehzahlen.
Wie der Motor, so entstammen alle wichtigen Aggregate und Teile der Ford-Großserienproduktion. Die Vorteile: keine Probleme mit Ersatzteilen, keine Probleme mit der Wartung. In der Bundesrepublik gibt es 2000 Ford-Werkstätten, rund 70 davon sind auf amerikanische Ford-Modelle und -Teile spezialisiert.
MAKO V8: Das ist die Leistung eines exotischen Renners. Mit der Alltagstauglichkeit eines ausgereiften Großserien-Automobils.
Genuß ohne Reue.

(Übrigens: der Segen des TÜV ist bei jedem MAKO V8 selbstverständlich.)

Zitat Ende

Prospekt vorn Prospekt innen Prospekt hinten

Preisliste:

Testberichte:


Mako

Die Firma MAKO-Automobile wurde von dem ehemaligen Ford-Renningenieur Gerd Knözinger gegründet.
Den Name wählte Herr Knözinger, weil er einen Namen mit 4 Buchstaben brauchte, um den Ford-Schriftzug einfach tauschen zu können. Der Mako-Hai ist bekannt als schneller Raubfisch.

Schriftzug

Der kleine Betrieb in Rösrath-Kleineichen fertigte ab 1975 Capris mit dem Boss-V8-Motor an.
Später baute die Firma noch eine Luxusvariante des Granada mit Porsche V8-Motor.

Da MAKO-Automobile eine eigenständige Firma war, sind diese Fahrzeuge keine Fords!
Sie heißen Mako Capri und Mako P (PE) und so steht es auch im Fahrzeugbrief.