Garreth

Windsor V8 302 cui

Garreth' V8

 
 
Dieser 1er Capri wurde von Garreth auf V8-Motor umgebaut.
Von außen ist er nahezu original, aber unter dem Blech wurden einige Änderungen vorgenommen.

Der Motor ist ein 302 Windsor mit scharfer Nocke und doppelten Ventilfedern mit wahrscheinlich um die 270 PS. Der Vergaser ist ein 600er Holley. Der Verteiler ist noch standard mit Kontakten und Kondensator, wird aber durch eine elektronische Zündung ersetzt.
Ein spezieller Kühler wurde für dieses Auto gebaut. Er nutzt allen Platz hinter dem Grill. Er hat 2 elektrische Lüfter vor dem Kühler, sowie einen Visco-Lüfter am Motor. Das geht sehr gut, da das Auto nie heiß wird, auch nicht in dichtem Verkehr.
Auspuff und Krümmer sind Spezialanfertigungen.
Der Motorträger ist der gleiche wie in den 1600er und 3000er Capris. Dies ist ein Unterschied zum Perana. Stattdessen hat er eine Doppelsumpf-Ölwanne und der Motor passt hervorragend.
Der Antriebsstrang ist 4-Gang-top-loader, stabile Kardanwelle und das Standard-Differential vom 3.0 Capri. Ein T5 Getriebe ist geplant, da der Wagen im 4. Gang zu schnell in den roten Bereich dreht.
Das Auto hat eine hydraulische Kupplung, die aus einem alten Toyota Corolla mit Heckantrieb stammt.
Das Bremssystem besteht aus Saphire/Sierra Scheiben und Sätteln (ABS unterstützte Scheiben und Beläge). Deshalb auch die großen Felgen. Das Fahrwerk besteht aus einstellbaren Bilstein Dämpfern und Federn. Das Auto hat noch die Standard-Lenkung (Lenkung geht erstaunlich leicht für das Motorgewicht). Auch der Bremskraftverstärker kommt aus einem Saphire. Verstärkende Bleche für die vordere Federung wurden angebracht, um die Extra-Kräfte auf die obere Federaufnahme aufzufangen.
Das Interieur ist exakt das gleiche wie im Perana, die einzige Änderung innen sind die elektrischen Fensterheber, aber die sind gut versteckt, da nur die Schalter beim Schalthebel und daß keine Fensterkurbeln vorhanden sind zu sehen ist. Das Auto hat Zentralverriegelung und ein komplettes Alarmsystem.

Garreth hat an diesem Capri von 1999 bis 2002 gearbeitet.

Garreth' V8Garreth' V8Garreth' V8Garreth' V8Garreth' V8Garreth' V8Garreth' V8

Heinz

BMG CAPRI – Mit der Lizenz zum Überholen!

Hört ihr das Zischen im Wind? Es nähert sich ein Capri ganz geschwind!

Während sich der Großteil vom Heckaufkleber täuschen läßt, erahnt das geschulte Ohr, daß sich etwas Bösartiges ankündigt. Aha – ein V8, der Sechzehnventiler der 80er. Wahrscheinlich ein MAKO – weit gefehlt. Hier ist das Endergebnis langer Tüftelarbeit, wobei man im Stand seine Kraft nicht erahnt. Wer diese Front im Rückspiegel sieht, kann getrost seinen Blinker setzen – hier wird nicht bei 250 km/h abgeregelt.

Heinz' V8

Technische Daten:

Motor:

5,7 SEFI Ford Windsor-Style, Main-Stud Girdle, feingewuchtete nitrierte Kurbelwelle, Rollernocke, Schwingungsdämpfer auf Silikonbasis, polierte und ausbalancierte Pleuel, C&L Luft-Massenmesser, regulierbarer Benzindruckregler, Alu-Zylinderköpfe, Alu-Ansaugbrücke, Alu-Stirndeckel, verchromte Alu-Ventildeckel, gerade verzahnte Stirnräder, verchromte Alu-Wasserpumpe, rollengelagerte Alu-Kipphebel.
Gemäß Leistungs-Diagramm von Trick Flow liegt die Nennleistung bei 360 PS, das Drehmoment bei 500 Nm.
Das Gewicht von Motor plus Getriebe ist identisch mit dem 3.0 Essex, d.h. keine Kopflastigkeit!
Getriebe:

Ford 4-Gang Automatik
Hinterachse:

Hinterachskörper Eigenbau basierend auf Mustang-Hinterachse, geschmiedete Steckachsen, Torsen-Sperrdifferential , Alu-Differentialdeckel mit Wattgestänge, Untersetzungsverhältnis 3,45 : 1
Fahrwerk und Bremsen:

innenbelüftete Scheibenbremsen rundum
VA: Porsche Vierkolben-Bremssattel mit 322 x 32 mm
HA: T-Bird Einkolben-Bremssattel mit 254 x 24 mm mit mechanischer Handbremse
Schraubfahrwerk vorne und hinten mit 2″ Schraubenfedern mit regelbarer Druck- und Zugstufe. Schubstreben vorne und hinten
Reifen:

VA 205/45R16 auf WRD Mesh16 7,5Jx16
HA 225/45R16 auf WRD Mesh16 9,0Jx16
Karosserie:

GFK-Kotflügel, GFK-Motorhaube, GFK-Heckklappe optisch original
Leergewicht ca. 1200 kg

Cortina

Das erste Modell der Peranas war der Cortina.
Schon 1967 tunte Basil Green den Cortina Mk II mit dem Essex-V6-Motor mit 140 PS aus dem Ford Zephyr. Die Serienproduktion begann im Sommer 1968.
Als Basis für den Umbau diente der GT.
Ab 1972 bekam auch der Mk III den Essex-Motor.
Die Autos wurden zudem tiefer gelegt und bekamen als optisches Erkennungsmerkmal außer dem Perana-Badge auf der Heckklappe einen schwarzen Streifen vorne quer über die Motorhaube, einen schwarzen Kühlergrill und schwarze Felgen. Selbstverständlich war auch die Innenausstattung schwarz.
Vertrieben wurde der Cortina Perana damals noch von Grosvenor Motors, dem damals größten Fordhändler in Südafrika, und nicht von Ford.
Nach dem Umbau war der Cortina 64 kg schwerer als das 4-Zylinder-Modell von Ford.

Cortina PeranaCortina PeranaCortina PeranaCortina Perana

Capri Perana V6

Als Ende 1969 die ersten Capris nach Südafrika kamen, fing Basil Green sofort an, sie zu tunen.
Wie auch schon beim Cortina ersetzte er den Motor (hier den 2-Liter-V4) durch den 3-Liter-Essex.
Diese Autos hatten noch eine glatte Motorhaube und keinen Powerbuckel.

Die Produktion verlief sehr schleppend und es wurden vermutlich nur 20 Autos gebaut, von denen wahrscheinlich nur eines original und eines mit Austauschmotor überlebt haben. Damit ist der Capri V6 Perana der seltenste aller Peranas.

Als Ford den Capri selber mit Sechszylinder-Motoren auslieferte, endete die Produktion bei Basil Green Motors Anfang 1970.
Basil Green baute daraufhin den Capri V8 Perana.

Race Proved

Logo Race Proved

Logo ist nicht original, sondern nach Bild selbst erstellt!

1964 gründete der damals 38-jährige Engländer Jeff Uren die Firma Race Proved Performance and Racing Equipment aus dem geschlossenen Rennteam Willment Racing.
Uren war früher selbst Rennfahrer, danach Rally and Competitions Manager bei Ford. 1962 kam er zum Willment-Team, das aber auch stark mit Ford zusammen arbeitete.

Mit Race Proved entwickelte er den berühmten Cortina Mk II Savage mit 3-Liter-Essex-Motor. Die Basis war für gewöhnlich der 1600E. Später bekamen auch Cortina Mk III (ca. 50 bis 100 Stück), IV und sogar ein Mk V diesen Umbau. Vom Savage wurden insgesamt um die 1000 Stück gebaut.
Weitere circa 700 Autos verteilten sich bis zur Schließung der Firma in den frühen 70ern auf diese Modelle:

Modell Name Motor
Capri Comanche 3 Liter
Escort Mk I Apache 3 Liter
Escort Mk I Navaho 2 Liter
Cortina Mk III Cheetah 2.5 Liter
Granada Mk I Seneca 3 Liter
Capri Stampede 5 Liter
Transit Mk I Easypower 3 Liter
Jeff Uren (rechts) 1963

Basil Green Motors

Der Südafrikaner Basil Green betrieb ursprünglich eine normale Werkstatt und betätigte sich auch im Motor-Tuning.
Besonders beliebt waren unter Anderem seine Tuning-Sätze für den VW Käfer und den Austin Mini. Basil Green legte immer besonderen Wert auf die perfekte Abstimmung des Gesamtpakets.
Schon bald spezialisierte er sich auf Autos der Marke Ford.
Sein Markenzeichen wurde das Ersetzen des Motors durch den eines größeren Modells. Und immer im Vordergrund war dabei die Abstimmung der Fahreigenschaften.
Es war also kein reines Motortuning, um das Maximum an Leistung herauszuholen, die Autos waren auch fahrbar.
Ford Südafrika erkannte Basil Green Motors als eine Art hauseigenen Tuner an und verkaufte die Peranas auch über seine Händler und unter dem Namen Ford – vergleichbar AMG und Mercedes.

Als Hersteller-Kürzel kam „BG“ in Einsatz.
Die einzelnen Modelle bekamen den Zusatz „Perana“ zum eigentlichen Namen. Eine Ausnahme bildet hier der Granada V8, der seltsamerweise nicht Perana hieß.
Anfangs gab es die Perana-Modelle nur in bestimmten Farben und einer (im Allgemeinen schwarzen) Innenausstattung. Spätere Modelle waren nur noch am Schriftzug zu erkennen.

Das bekannteste Modell von Basil Green Motors ist sicher der Capri Perana, aber davor und danach gab es auch andere Modelle.
Bereits 1967 bekam der Cortina Mk II und später der Mk III den 3-Liter-Essex-Motor aus dem Ford Zephyr.
1968 wollte Ford einen schnellen Escort auf den Markt bringen, doch erwies sich der 1.6-Liter-Cosworth-BDA-Motor als zu komplex für den südafrikanischen Markt. Deshalb baute Basil Green Motors den 2-Liter-Pinto-Motor in die Karossen der RS 1600 – Escort ein.
Ende 1969 kam der Ford Capri auch nach Südafrika und Basil Green verpaßte ihm einen V6-Motor.
Als Ford dann den Capri ab Werk mit Sechszylindern auslieferte, mußte Basil Green nachziehen und erschuf den Capri V8 Perana.
Den gleichen Motor bekamen ab 1973 auch die Limousine und das Coupe des Ford Granada.
1980 kam der Escort XR3 Perana, bei dem die Leistungssteigerung „nur“ durch normales Motor-Tuning erzielt wurde.
Der letzte Perana waren 3 Baureihen des Ford Sierra, bzw. Sapphire wie er in Südafrika abgekürzt genannt wurde.

Das Unternehmen Basil Green Motors existiert noch heute, hat aber nichts mehr mit seiner Vergangenheit zu tun, und betätigt sich nur noch als Vertragshändler für Ford und Mazda.

Capri Comanche

Race Proved Capri Comanche

Comanche

Tubbs‘ Comanche

 
Der bekanntere Capri, den der englische Tuner Jeff Uren mit seiner Firma Race Proved entwickelte, war der Capri Comanche.
Bei diesem Capri wurden aus dem 3-Liter-Weslake-Motor 170, 180, 190 oder (angeblich als Einspritzer) sogar 220 PS geholt. Dies geschah durch überarbeitete Köpfe mit großen Ventilen, modifizierte Ansaugkrümmer mit aufgebohrten Standard-Vergasern, extra angefertigte Auspuffkrümmer, andere Nockenwellen und Kolben mit einer Verdichtung von 10:1.
Am Fahrwerk wurden verstärkte Federn vorne und hinten, einstellbare Stoßdämpfer hinten und härtere Gummis verbaut.
Für den 190-PS Comanche ergab das eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h und eine Beschleunigung vom Stand auf 60 Meilen (96 km/h) in 7,2 Sekunden.
Gebaut wurde der Comanche von 1971 bis 74.

Capri Stampede

Race Proved Capri Stampede V8

 
 

PresseveröffentlichungDer Stampede wurde ab 1972 von dem bekannten englischen Tuner Jeff Uren bei London gebaut.
Das Auto bekam wahrscheinlich den 289 cui Windsor-Motor (4.7 Liter) vom Mustang, obwohl in der Presseveröffentlichung rechts vom 302-Boss-Motor die Rede ist.
Das Getriebe stammte aus dem Mustang, von da ging eine einteilige Kardanwelle zur originalen Capri-Hinterachse mit 3.09er Übersetzung.
Die Radläufe wurden ab Werk leicht verbreitert, um die 14 x 7 Zoll Felgen mit 205/60VR14 Reifen unterzubringen.
Vorne kamen Girling „Formel 1“ Bremsen zum Einsatz.
Die Höchstgeschwindigkeit lag bei ca. 250 km/h und die Beschleunigung von 0 auf 96 km/h war in 5, und von 0 auf 160 in 12.8 Sekunden möglich.
Der Spritverbrauch wurde schlicht mit „Shoosh“ angekündigt.

Race Proved warb damit, daß der Umbau zum Stampede nur 1/4 eines Lamborghini Muira, 1/5 eines Ferrari Daytona und 1/3 eines De Tomaso Pantera kosten würde.

Arve

Capri Perana V8 BG 0141

Arves Perana

 

Arve importierte diesen Perana im August 2002 von Südafrika nach Norwegen.
Das Auto wurde vor ein paar Jahren von Grund auf restauriert. Dabei bekam es eine Edelstahl-Auspuffanlage und die Innenausstattung ist jetzt aus echtem Leder, aber nach originalem Vorbild.
Ansonsten ist das Auto in Originalzustand.